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Hier befasse ich mich mit einem mittlerweile sehr ernstzunehmenden Thema: Der Internetgefahr, oder Gefahren, die über das Internet auf Personen ausgehen können.
Kinder im Internet - Gefahren die keiner kenntWenn der Chatfreund zur Gefahr wirdTäglich werden Kinder und Jugendliche
im Internet Opfer pädophil veranlagter Täter. In Chat-Räumen, via
E-Mail oder auch der Telegramm-/Flüsterfunktion (ICQ) nehmen sie
Kontakt zu ihren Opfern auf. Mädchen und Jungen im Alter von sieben
bis 16/18 Jahren gehören zur beliebten Zielgruppe der Männer und
Frauen, die täglich tausendfach Kinder "konsumieren". Harmlos
beginnen die meisten "Gespräche", die jedoch meist nicht so harmlos
enden. Oft werden gerade insbesondere für Kinder und Jugendliche
vorgesehene Chaträume zur Falle. Denn genau hier warten Täter und
Täterinnen auf ihre Opfer. Von Fragen über die ersten sexuellen
Erfahrungen über klare Anweisungen sich vor dem PC selbst zu
befriedigen bis hin zur Anbahnung von Treffen und Übersenden
eindeutigen Bildmaterials, wird von den Tätern jede Möglichkeit
genutzt, um an das gewünschte Ziel zu gelangen. Wenn vor Jahren
eine Anbahnung vom Täter zum Opfer noch rund zehn Minuten dauerte,
so ist man heute in der "Szene" dazu übergangenen, zu versuchen
möglichst schnell ans Ziel zu kommen. Sehr eindeutig entwickelt
sich so mittlerweile fast jedes Gespräch recht schnell in "die
gewünschte Richtung".
Seit Öffnung des Internets boomt
der freie Handel mit kinderpornografischem Material. Das
Milliardengeschäft um die Ware "Kind" wächst rasant - und somit
auch die Anzahl derer, die diese Ware konsumieren. Sehr einfach ist
es heute über Chats, Homepages oder auch im Netz hinterlegten
Fotoalben an kinderpornografisches Bild- und Videomaterial
heranzukommen, ohne befürchten zu müssen, erwischt zu werden. Das
Internet bietet sowohl Konsumenten, als auch Anbietern eine ideale,
und vor allen Dingen sichere Plattform für ihr Treiben. Kaum jemand
hat etwas zu befürchten, da es kaum Kontrollen gibt. Vom einfachen
Aktfoto, welches als völlig legales Einstiegsmaterial bezeichnet
werden kann, bis hin zum Tötungsvideo (Snuff) ist für jeden alles
zu haben. 44 Polizeibeamte recherchieren anlassunabhängig im
Internet - bundesweit. Leider haben diese speziellen Beamten
daneben oft auch noch die Auswertung von sichergestellter Hardware
zu erledigen oder andere internetbezogene Aufgabengebiete
abzudecken. Alle anderen Polizeistellen dürfen sich erst dann ins
Netz loggen, wenn eine Anzeige vorliegt. Spezielle Schulungen für
das komplexe Deliktfeld "Internet" gibt es kaum. Zudem ist die
Ausstattung mancher Polizeidienststellen eher traurig. So ist es
sehr verständlich, dass Internet-Täter oft nicht einmal
Schutzsoftware auf ihrem PC installieren, um beispielsweise die im
Netz über ihre Kenn-Nummer (IP) hinterlassenen Spuren zu
verwischen. Die Gesetzgebung ist auf die Art der Kriminalität nicht
ausgerichtet. Technische Filtersysteme, um die Kontaktaufnahmen zu
verhindern, gibt es definitiv nicht.
Trotzdem immer mehr Täter vom
heimischen Wohnzimmer oder sogar vom Arbeitsplatz aus die
Anonymität des Internets nutzen, um ihre Neigung schließlich auch
aktiv auszuleben, wird über die Probleme, die der Netzgebrauch für
Kinder und Jugendliche mit sich bringen kann, kaum gesprochen.
Schulen rüsten eifrig ihre Computerräume auf, auch wenn vom Kollegium kaum einer richtig Ahnung von der Sache hat. Zudem bieten etliche Schulen, Freizeitheime etc. Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit die Chats frei zu besuchen. Kaum irgendwo wird wirklich kontrolliert. Kaum irgendwer kennt sich richtig aus. Kaum jemand interessiert sich für das, was Kinder im Netz so machen, beziehungsweise erleben. Umfragen in Schulen haben ergeben, dass sich Eltern zuhause so gut wie nie für die Chaterlebnisse ihres Nachwuchses interessieren. Meist wissen sie nicht einmal, wann ihr Kind online geht. In Deutschland treffen sich heute täglich Jugendliche irgendwo mit einer Chatbekanntschaft, ohne dass die Eltern überhaupt bescheid wissen. Leider ist das bereits ein paar Mal schief gegangen. Im Jahr 2000 steigt eine 12-Jährige aus Hessen ins Auto ihrer Chatbekanntschaft aus Aachen. Sie wird mehrfach von insgesamt zwei Tätern missbraucht. Im Dezember 2002 fällt eine ebenfalls 12-Jährige aus Braunschweig auf Ihren Chatfreund aus Magdeburg rein. Beim Treffen mit dem weitaus älteren Mann kommt es zur Vergewaltigung. Entkommen sind zwei 14-Jährige nur knapp einem Familienvater Anfang 2003. Nach dem Kennenlernen im Chat treffen sie sich mit dem Mann. Bei der ersten Verabredung schenkt er ihnen jeweils ein Handy. Als er beim zweiten Treffen Pornobilder von ihnen machen will, wird er durch die Anzeige einer wachsamen Nachbarin von der Polizei an der Tat gehindert. Das sind bekannt gewordene Einzelfälle, sicher. Viele andere Opfer landen bis heute gar nicht "in der Statistik". Sind die weiblichen Opfer beispielsweise über 14 Jahre alt und nicht beweisbar vergewaltigt worden, wird dieser Missbrauch nicht verfolgt. So gibt es wahrscheinlich eine große Anzahl von Missbrauchsfällen, in denen die Täter nie zur Rechenschaft gezogen werden. Und es gibt eine große Anzahl Opfer, die mit ihrem Leid völlig alleine stehen. Auch für die Opfer, die letztlich
von dem körperlichen sexuellen Missbrauch verschont bleiben, wird
die aggressive Anmache aus dem Netz wohl Folgen haben. Kaum ein
chattendes Kind oder surfender Jugendlicher weiss nicht von der Art
und Weise zu berichten, wie die Täter vorgehen. Nach einer kurzen
Ouvertüre, bei der man sich nach Alter und Geschlecht des
Gegenübers informiert, wird meistens recht direkt über das
tatsächliche Anliegen "gesprochen". "Haste schon mal Sex gehabt?"
oder auch "Kann ich Dich für 150 fi...?" oder "Biste bi?" oder
"Lust auf CS" und, und, und. Je nach "Wissensstand und Alter" des
Opfers arbeiten sich manche Täter auch über Wochen an ein Mädchen
oder Jungen heran. Haben sie das Vertrauen des Kindes für sich
gewonnen, gehen sie gezielt vor, ihr persönliches Bedürfnis zu
decken. Manchen reicht das Gespräch über Sex als Grundlage für
Selbstbefriedigung. Andere arbeiten auf ein persönliches Treffen
hin. Wieder andere suchen Kinder und Jugendliche für "gut bezahlte"
Foto- und Videoaufnahmen. Manchmal macht es dem Täter auch nur Spaß
zu schocken. Dann gibts fürs Opfer eine volle Mailbox mit
Pornografie. Um Kinder und Jugendlichen zu suggerieren, dass ein
realer sexueller Kontakt ziemlich harmlos ist, schickt man auch
gerne mal eine Auswahl aus dem kinderpornografischen Bild- und
Video-Bereich. So nach dem Motto: "Wenn das eine Fünfjährige kann,
kanns ja nicht so schlimm sein, oder?" Die Menschen, die sich im
Netz "das Passende" heraussuchen, gehen je nach Anliegen sehr
unterschiedlich vor. Verbal sind sie meist ganz fit, wenn sie auch
manches Mal nicht mal fehlerfrei schreiben können. Der neue Freund
oder die neue Freundin aus dem Chat wirkt meist sehr geschickt auf
das jeweilige Mädchen oder den Jungen ein. Hierbei machen sich die
vor allen Dingen die Fantasie ihres kindlichen Gesprächspartners
zunutze. Schnell gelingt es dem Täter so die Irrealität des
Kontaktes auf eine für das Opfer reale Ebene zu heben. Wenn man
Kinder und Jugendliche nach ihren Kontakten aus dem Netz befragt,
bezeichnen sie Menschen, mit denen sie mehr als ein paar Tage
Kontakt haben zu fast hundert Prozent als "Freunde". Sie
unterscheiden nicht zwischen dem Freund, der ihnen real jeden Tag
in der Schule gegenüber sitzt und dem Chatfreund, von dem sie
meinen viel zu wissen ohne dessen Angaben je überprüft zu haben.
Mit dem gleichen Selbstverständnis geben Kinder und Jugendliche
persönliche Daten preis, erzählen von ihrer Familie, dem Hobby oder
ihren Sorgen.
Je nach Angebot und Ansprache des
Täter ist jedes Kind und auch jeder Jugendliche ein potentielles
Opfer der "Szene" - und hier übrigens nicht nur die Mädchen,
sondern auch Jungen. Für viele Opfer wird sich diese neue und in
Teilen anders gelagerte Art des sexuellen Missbrauchs traumatisch
auswirken, ebenso wie wir das von der "klassischen
Missbrauchsvariante" kennen. Besonders gravierend an dem Missbrauch
via Netz ist die große Anzahl der Opfer. Sie kommen aus allen
Bereichen unserer Gesellschaft. Ob 16-jährige Arzttochter oder
11-jähriger Bauernsohn, egal welcher Schulbildung oder familiären
Hintergrunds - Kinder werden seit Jahren ganz wahllos zu Opfern
gemacht!
Bis heute gibt es weder ausreichend aussagefähige Erhebungen von Daten zu diesem Problemfeld, noch Hilfsangebote für betroffene Jugendliche. Schulen, Elternhäuser oder auch Beratungsstellen sind meist ratlos, wenn es ums Internet geht. Die aufgezeigten Gefahren sind meist völlig unbekannt. Keine Software ist dafür geeignet, um diese Art der Kontaktaufnahme zu verhindern. Anbieter (Provider) werben mit Kindersicherungen, die ebenfalls wertlos sind. Sie kennen die Probleme zwar gut, scheuen aber Kosten und Mühen um dem "bunten Treiben" ein Ende zu setzen. Schließlich ist der Kunde König. Und der, der Stunden online ist bezahlt nicht nur eine Gebühr im Minutentakt, sondern er ist auch ein wichtiger Empfänger für die zahlreiche Werbung. Prävention wird im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets durch Kinder und Jugendliche bis heute so gut wie nicht betrieben. Stattdessen konkurrieren mancherorts bereits Kindergärten um die Gunst der Eltern, indem sie das Angebot machen, schon die Jüngsten im Netz und am PC zu schulen. Grundschulen sind heute selbstverständlich am Netz. Das neue Medium gilt allgemein als positive Errungenschaft unserer Kommunikationsgesellschaft und wird als solches recht kritiklos eingesetzt. Auch wenn Erwachsene über 30 Jahre sich teils recht schwer mit der Bedienung eines PCs oder der allgemeinen Nutzung des vielfältigen Angebots im Internet tun ... die Kinder sollen das alles beherrschen. Bewundernd führt manche Mutter der Freundin den netzerfahrenen Sprössling vor, hat aber keine Ahnung, was dem Kleinen im geliebten Harry Potter Chat so alles begegnet. Bestärkt durch die Aussagen von manchem Medienerzieher, der die spielerische Nutzung von PCs bereits für Kleinstkinder und das Heranführen ans Internet ab dem Alter von sechs Jahren empfiehlt, kann man ihr lediglich den Vorwurf machen, dass sie sich nicht sehr für das Internet zu interessieren scheint. Sonst hätte sie nämlich die, wenn auch spärlichen Negativmeldungen hierzu wachsam verfolgt und an den richtigen Stellen die passenden Fragen gestellt. Aber wer tut das schon, bei so viel Euphorie und gleichzeitig so wenig Ahnung von der Sache. Ähnlich sieht es
leider auch bei Lehrern, Polizeidienststellen,
Kinderschutzorganisationen und vielen anderen Institutionen zu. Wir
haben nun zehn Jahre damit vertan begeistert und kritiklos
zuzusehen. Es hat sich hier nicht nur ein riesiger Wirtschaftszweig
entwickelt, sondern es haben sich auch Kriminelle in unbekanntem
Ausmaß das Netz zunutze gemacht, um ihren "Geschäften" und
Neigungen weitestgehend unbehelligt nachzugehen. Ob Drogen, Frauen,
Kinder, Sex, Leichenbilder... alles easy zu haben im Netz. Ebenso
verhält es sich mit den Konsumenten. In Foren und Chats findet
heute jeder die Gesprächspartner, die er sucht. Selbstmord,
Rollenspiel oder die vermeintliche Liebe: für jedes Anliegen gibts
passende Räume und Chatfreunde.
"Wir können die Entwicklung nicht mehr aufhalten", lautet die einhellige Meinung von Fachleuten, die sich täglich im Netz bewegen, um Kriminelle aufzuspüren. Bleibt eigentlich nur, endlich mit mehr Realismus an das neue Medium heranzugehen und endlich sachlich Kritik zu üben. Dringend muss Präventionsarbeit in den Schulen und Elternhäusern durchgeführt werden, um zu versuchen Kinder und Jugendliche davor zu schützen, Opfer zu werden. Es muss ein Beratungsangebot für Eltern und Kinder, speziell zu diesem Themenkomplex installiert werden, um Opfern dieses sexuellen Missbrauchs helfen zu können. Grundsätzlich sollte über den Wert des neuen Mediums nachgedacht werden. Insbesondere im Zusammenhang mit der Frage, inwieweit man Kindern und Jugendlichen eine Welt zumuten sollte, die ihre Entwicklung negativ beeinflusst. Warten wir nicht, bis wir amerikanische Verhältnisse haben: Vom Chatfreund vergewaltigte und getötete Kinder! ****************
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